Die karge, aber dennoch gewaltige Landschaft ist einem dauerhaften Farb- und Stimmungswechsel unterworfen. Die nördlichste Halbinsel der Grafschaft Kerry ist äußerst reich an Steinmonumenten. Eine Bergkette durchzieht Dingle, die höchste Erhebung ist der Brandon Mountain (940m). Am Brandon Head fällt die Bergkette von 750m fast unmittelbar ins Meer ab.
Wir starten mittags in Killarney und fahren die R563 über Listry, Milltown nach Castlemaine. Von hier geht es auf der R561 direkt nach Inch, wo wir den ersten Stopp einlegen.
Inch ist ein kleiner Urlaubsort, bietet aber mit der Inch Peninsula einen 5km breiten Dünenrücken mit herrlichem Sandstrand. Entlang der Küstenstrasse bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf das ständig wechselnde Licht in der Dingle Bay.
Der Hauptort Dingle (An Daingean) ist mit seinen 1270 Einwohnern ein wahres Schmuckstück. Viele bunte Häuser und kleine Läden laden zum Bummel durch die Straßen ein.
Die Straße verläuft über Milltown und Ventry in Richtung Westen. Dort donnert das Meer an eine wilde Uferlandschaft. Von Ventry aus folgt die teilweise sehr schmale Straße der felsenreichen Südküste.
Linkerhand befindet sich bei Fahan unmittelbar über der See das schöne Promontory Fort Dunbeg. Es besteht aus Verteidigungswällen und einer starken Steinmauer. Im Inneren sieht man die Reste eines Hauses. Ein unterirdischer Gang führt zu den Außenanlagen. Hinter dem Fort geht es steil bergab und ein herrlicher Blick auf die Klippen eröffnet sich. Zurück am Parkplatz kann man sich einen Film über die Geschichte der Insel und die zahlreichen Monumente anschauen.
Weiter geht es in zahlreichen Kurven bis zur Südwestspitze von Dingle – Slea Head. Am Fuße des Mount Eagle bietet sich hier ein sagenhafter Ausblick.
Über Dunquin geht es nach Ballyferriter und von dort aus wieder zurück nach Milltown.
Im Süden und Westen der Stadt Killarney befinden sich die weltberühmten Seen von Killarney. Der National Park mit einem Ausmaß von 10.100 ha umfaßt Berge und Waldland, die um diese Seen herum angesiedelt sind, sowie die drei Seen selbst.
Es sind der Lower Lake, Muckross Lake und der Upper Lake. Zum Park gehören auch die Berggipfel von Mangerton, Torc, Shehy und die violetten Purple-Berge, während sich im Westen des Parkes die MacGillycuddy’s Reeks erheben, die höchste Bergkette in Irland.
Der Kern des Nationalparks ist der Bourn Vincent Memorial Park (4.000ha), ehedem der Muckrosss-Besitz, der dem Staat 1992 vom Ehepaar W. Bowers Bourn und deren Schwiegersohn Senator Arthur Vincent übergeben und Irlands erster Nationalpark wurde. In den vergangenen Jahren kamen Ländereien und Gewässer des ehemaligen Kenmare-Besitzes hinzu, einschließlich Knockreer, Ross Island, Innisfallen und die Länderein von Glena, Ullauns und Poulagower. Im Jahre 1981 wurde der Nationalpark von der UNESCO als Naturschutzgebiet ernannt.
Auf einer Landzunge im Lough Leane liegt Ross Castle. Es gilt als typisches Beispiel für die Burg eines mittelalterlichen irischen Clan-Führers. Der genaue Entstehungszeitpunkt der Festung ist nicht bekannt, man vermutet aber, dass ein Mitglied der O’Donoghues Ross Castle im späten 15. Jahrhundert erbauen ließ. Ross Castle war die letzte Festung in Irland, die Oliver Cromwell während der Irischen Konföderationskriege noch Widerstand leistete. Jedoch ergab man sich, bevor es zum Kampf kam. 1583 verloren die O’Donoghues ihre Ländereien an die englische Krone. Ross Castle ging an Donal McCarthy Mór, welcher es an Sir Valentine Browne verpfändete, der schließlich auch Eigentümer wurde.
Eine Prophezeihung besagte, dass die Burg nur durch einen Angriff vom Wasser her eingenommen werden könne. Cromwells General Ludlow ließ 1652 ein großes Boot herbeischaffen um die Burg vom Untersee aus zu beschiessen. Die Verteidiger glaubten, die Prophezeihung sei erfüllt und ergaben sich…. Nach dem Abzug der Truppen im Jahr 1825 verfiel das Kastell zusehends, auch weil der damalige Besitzer Lord Kenmare das Dach abbauen ließ, um Steuern zu sparen. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde Ross Castle 1979 Eigentum der Republik Irland.
Dank der verschiedenen Lebensräume Bergmoorlandschaft, Waldland und Seen kommen im Park viele verschiedene Vogelarten vor. Vor allem hier und an den Hängen von Torc und Mangerton ist die letzte freilebende Rotwildherde in Irland zu finden. Wenn man aufmerksam ist, sieht man auf jeden Fall Rotwild.
Von der Victoria Bay läuft ein breiter Weg neben einem Flüsschen direkt auf die Innenstadt von Killarney zu. Folgt man diesem Weg zum Ausgang des Parks steht man genau vor der Kathedrale.
Die katholische St. Mary’s Cathedral entstand nach Plänen des Architekten Edward Pugin im neugotischen Early English Style. Sie wurde in den Jahren 1842-1855 gebaut und diente während der großen Hungersnot als Zufluchtsstätte. Heute steht ein riesiger Baum auf dem Massengrab, indem damals Frauen und Kinder beigesetzt wurden.
Flug von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Kerry (KIR) mit ryanair
Abflug: 1050
Ankunft: 1150
Nach 2 Stunden Flugzeit landet man auf dem Kerry County Airport in Farranfore. Man hat das Gefühl auf einem großen Parkplatz zu sein und der Pilot muss schon kräftig abbremsen, die Landebahn ist nicht sehr lang… Hier verkehren nur wenige Maschinen am Tag, man kann sie an einer Hand abzählen. Es ist alles sehr überschaubar und schon nach wenigen Minuten hat man seinen Koffer in der Hand. In der Halle befinden sich einige Schalter der großen Mietwagenfirmen. Hat man den Test mit den wichtigsten Verkehrsfragen verstanden (… in welcher Richtung fährt man in einem round-about?) erhält man die Schlüssel zu seinem Wagen, der mit großer Sicherheit schon einige Kratzer und zusätzlich gesicherte Radkappen hat. Warum das so ist, haben wir schnell herausgefunden….
Abbey Holiday Homes
24 Ross Road, Killarney, Kerry
Tel.: +353 64 34193
In etwa 20 Minuten erreicht man auf der breiten N22 Killarney. An der Tankstelle haben wir uns verabredet und fahren zusammen zu unserem Ferienhaus. Ross Castle Grove – eine ruhige Wohngegend, genau am Rande des Killarney Nationalparkes. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein 9-Loch-Golfplatz und bis zumF Ross Castle sind es 10 Minuten zu Fuß. Ins Zentrum von Killarney braucht man auch nicht länger als eine viertel Stunde.
Killarney (Cill Airne)
Killarney hat etwa 7300 Einwohner und gehört zur Grafschaft Kerry. Weit mehr Betten gibt es hier für Touristen (etwa 18000). Man merkt das schnell an der Zahl der Hotels und Pubs. Die Killarney Area gehört zu den größten Touristenattraktionen Irlands…
Am Sonntagfrüh sind wir mit dem Taxi zum Airport gefahren, haben unser Gepäck aufgegeben und sind dann mit dem Airliner zurück in die Stadt gefahren. Der Flug ging ja erst um 18:55 – so hatten wir fast noch den ganzen Tag.
1592 von Elizabeth I. für die protestantische Elite gebaut, ist das Trinity College die älteste Universität Irlands. Die klassischen Bauwerke, die um den zentralen Platz gruppiert sind, geben dem College etwas Majestätisches. Im Old Library sollte man sich unbedingt das berühmte „Book of Kells“, eine wunderschön illustrierte Bilderhandschrift der 4 Evangelien aus den Anfängen des Christentums (8./9. Jahrhundert) anschauen. Es ist eines der ältesten Bücher der Welt! Doch auch die Old Library an sich ist mit ihren über 2,5 Mio. Büchern beeindruckend.
Auf dem Weg vom Trinity College zur Grafton Street trifft man auf die Statue der superberühmten Molly Malone. Superberühmt, weil ein Lied nach ihr benannt ist, das jeder kennt, der einmal einen Abend bei ordentlich Guinness und irischer Musik in einem Irish Pub verbracht hat. Vor über 300 Jahren, so die Legende, lebte in Dublin ein hübsches Mädchen namens Molly Malone, das tagsüber mit ihrem Handkarren unterwegs war und Fisch und Muscheln verkaufte, nachts aber recht freigiebig mit ihren Reizen gewesen sein soll. Sie starb mit 36 Jahren an Typhus. Seit 1988 ist das Denkmal der Molly Malone an der Ecke Suffolk Street / Grafton Street eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
In Dublins Flaniermeile – Grafton Street ist immer etwas los. Diese breite Fußgängerzone mit noblen Geschäften und Kaufhäusern, Ladenketten und allen möglichen Fastfoodrestaurants ist auch Arbeitsplatz vieler Straßenkünstlern.
Grafton Street wurde nicht zuletzt durch Dustin’s Lied „Christmas in Dublin“ berühmt … der Truthahn erinnert sich in diesem Zusammenhang vor allem an „all the shops in Grafton Street going mental“. Die Straße endet an St. Stephen’s Green, dem größten Park Europas, von den Dublinern nur „The Green“ genannt.
Dublin Castle ist ein richtiges Schloß in der Stadt. An der Stelle des Schlosses befand sich bereits im 10. Jahrhundert eine Festung. Sie wurde im 12. Jahrhundert von den Normannen erobert und in den Jahren 1204 – 1230 ausgebaut. Der Norman Tower (1226) ist bis heute erhalten geblieben. Die gegenwärtig existierenden Gebäude entstammen vorwiegend dem 18. und dem 19. Jahrhundert.
Christ Church Cathedral: Die protestantische Kathedrale wurde bereits 1038 gegründet und im 12. Jhdt. unter Strongbow erneuert. Es ist somit das älteste erhaltene Gebäude Dublins. Strongbow soll in der Kirche begraben sein.
Bis wir dann irgendwann wieder in unserem Pub auf der Cornell Street gelandet waren und bei Guinness und Football den Nachmittag vergehen ließen. Mit dem Airliner zurück und gegen 19:20 flog dann unsere Maschine mit etwas Verspätung zurück. Das Wetter war immer noch super, die Luft klar und so hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Millionen Lichter Dublins. Die Nacht war sternenklar und so hatten wir fantastische Blicke auf London, Dover, Brüssel und Paris in der Ferne.
Flug von Dublin (DUB) nach Frankfurt-Hahn (HHN) mit ryanair für jeweils 1 Cent 🙂
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotelzimmer sind wir schon wieder gegen 10 Uhr in der Stadt. Wir steigen in den roten Sightseeing-Bus ein, geniessen den blauen Himmel und die Morgensonne, die heute wirklich scheint. Wir machen noch einmal eine halbe Stadtrundfahrt und steigen an der St. Patricks Cathedrale aus.
St. Patrick’s Cathedral ist die größere der beiden Kathedralen der Stadt. Die Kirche war ursprünglich eine kleine Holzkapelle, die nahe einer Quelle stand, an der angeblich St. Patrick um 450 bekehrte Gläubige getauft hat. Ein Großteil des heutigen 91m langen Gebäudes (und damit Irlands größte Kirche) wurde bereits zwischen 1191 und 1270 erbaut.
Von dort sind wir dann zu Fuß zum St. James Gate – also direkt zum Guinness Storehaus gelaufen. Schon von weitem haben wir die Schlange am Eingang gesehen – aber wir hatten ja schon in Deutschland vorgebucht :-)) Also sind wir an allen Leuten vorbei und direkt rein gegangen. Ticketbestellung (-10%)
Das original STOREHOUSE Gebäude wurde 1904 gebaut, um den GUINNESS Fermentierungsprozeß zu beherbergen. Dieses wunderbare Gebäude wurde im Stil der Chicago School of Architecture errichtet mit massiven Stahlbalken, die die Gebäudestruktur stützen. Das STOREHOUSE Gebäude beherbergte den Fermentierungsprozeß des GUINNESS Biers bis 1988, November 2000 öffnete die neue Erweiterung des Dubliner Touristenangebotes seine Tore.
Das Herzstück des GUINNESS STOREHOUSE® Gebäudes ist als gigantisches Pint-Glas geformt, das sich von der Rezeption im Erdgeschoss zur Gravity Bar in den Himmel erhebt. Gefüllt würde dieses gigantische Glas etwa 14.3 Million Pints GUINNESS enthalten!
Vom Storehaus sind wir dann direkt zur alten Jameson Distillery gelaufen. Die Führung war ganz interessant (wenn auch nichts Neues….), es war auch ganz ähnlich der Führung in Middleton.
Hier, in der Old Jameson Distillery wurde Irlands bekannter Whiskey bis 1970 hergestellt – über 200 Jahre lang. Heute ist in den alten Produktionsstätten ein Museum enthalten, die alten Anlagen wurden restauriert und können jetzt wieder besichtigt werden. Produziert wird nun Midleton (siehe auch unserern Besuch hier…).
Mit wenig Nahrung im Bauch (aber dafür Guinness und Whiskey) sind wird dann erst einmal in die Stadt zurück und haben etwas gegessen. Nun war es aber schon gegen 17 Uhr und wir mussten uns ziemlich beeilen, den Bus zu bekommen. Also 45 Minuten raus aus der Stadt – in 20 Minuten Klamottenwechsel, Kameratausch und dann wieder 45 Minuten mit dem Bus zurück in die Stadt. 19:15 waren wir wieder auf der Parnell Street und mussten noch 20 Minuten bis zum „The Village“, quer durch Temple Bar. Aber wir waren pünktlich da und es war ein super Konzert…
Vom Cragganmore Haus sind wir in 3 Minuten wieder auf dem Speyside Way. Der Spey fließt nun wieder auf der rechten Seite. Nach etwa 1km geht es links, entlang an einem Drahtzaun, ziemlich steil den Weg hinauf. Man verlässt nun den Wald und wandert durch das Sidhean na Faile Moire, ein Moorgebiet. Hier sind große Steine, über die man sehr gut laufen kann und keine nassen Füße bekommt. Der Charakter der Landschaft ändert sich nun, und man sieht schon in der Ferne ein paar Berge. Über die Wiesen hat man einen herrlichen Panoramablick. Man sieht die Tormore Distillery mit ihrem dicken Schornstein, auf die man später genau zu läuft. Der Weg macht wieder einen Linksbogen und vorbei an Distelfeldern geht es direkt auf die A95 zu, die man hier vorsichtig überqueren muss.
Zunächst führt der Weg einige hundert Meter parallel zu Strasse, dann geht es links über Wiesen in die Garvault Plantantion, einen schönen Wald mit sehr breitem Weg hinein. Etwas bergauf führt der Weg aber bald wieder steil bergab durch den Wald auf einem Trampelpfad. Er ist aber perfekt ausgeschildert, man kann nicht falsch gehen. An saftigen Wiesen (und schlammigen Viehweiden) überquert man den Burn of Garvault und den Burn of Coire Seileach. Hier liegen große Steine im Bach, man kann leicht darüber laufen. Nun geht es wieder steiler den Weg hinauf und man läuft um den Knock Frink (380m) herum.
Erst durch Wald, dann freies Gelände, hat man auch hier wieder einen sehr schönen Panoramablick. Bald geht es wieder berab und man nähert sich der Strasse. Hier wird es wieder etwas moorig, es liegen aber auch hier große Steine auf dem Weg – also kein Problem. Nun geht es durch den Meiklepark Wood zum Burn of Dalvey. Nachdem man die kleine Strasse überquert hat, wird der Weg wieder breiter und führt durch schönen Wald am Fuße des Tom an Uird (419m) entlang. Unterhalb befindet sich die A95 und durch die Bäume sieht man immer wieder den Spey.
Am Ausgang des Waldes überqueren wir die Hauptstrasse (take care!) und laufen nun wieder im schnurgeraden Bett der alten Bahntrasse über offenes Gelände. Man kommt hier durch ein Brutgebiet und fühlt sich ein wenig wie im Hitchkock Film „Die Vögel“. Nach wenigen Minuten sieht man schon die Häuser von Cromdale. Wie immer laufen wir in die wunderschön ausgebaute Old Station ein und haben unser Tagesziel erreicht.
Das Haus von Pam und Allan liegt direkt neben dem alten Bahnhofsgebäude. Es ist sehr modern eingerichtet. Wir werden sehr nett empfangen und bekommen auch ein Abendessen. Pam ist in Birmingham geboren, Allan ein (richtiger) Schotte. Am Abend machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die wenigen Häuser vom Cromdale (aber natürlich auch die obligatorische Destillerie) und geniesen dann von unserem Zimmer aus, einen herrlichen Sonnenuntergang.
Von Craigellachie startet man in Richtung Südwesten wieder auf der ehemaligen Bahntrasse. Der Spey macht hier eine Schleife und führt ein kleines Stück vom Weg fort. Nach kurzer Zeit läuft man durch eine Röhre, in der man die Hauptstrasse unterquert. Nach etwa 30 Minuten Fußweg tauchen schon die ersten Häuser von Aberlour auf. Auf der linken Seite kann man die bekannte Keksfabrik WALKERS SHORTBREAD sehen und auch riechen. Rechts liegt die Kläranlage (auch die kann man riechen). Wir gehen links zwischen den Häusern durch, um noch etwas für unseren Weg einzukaufen. Hier ist nämlich die letzte Gelegenheit, Lebensmittel zu kaufen – bis Cromdale gibt es keine Möglichkeit. Aberlour hat etwa 900 Einwohner und wurde 1812 durch den Gutsherrn Charles Grant of Wester Elchies gegründet. Die breiten Strassen werden von hübschen Häusern mit gepflegten Gärten gesäumt. Vor einigen jahren hat der Ort einen Preis als schönste Stadt Schottlands gewonnen.
ir gehen am neu eröffneten Speyside Visitor Centre durch den Alice Litter Parc in Richtung Penny Bridge. Eigentlich heißt diese Brücke ja Victoria Bridge, da aber der damalige Grant of Wester Elchies von jedem Benutzer einen Zoll verlangte, heißt sie im Volksmund eben Penny Bridge. Der Weg führt aber links weiter. Man kann den schönen Friedhof von Aberlour bewundern, läuft dann über eine kleine hölzerne Hängebrücke wieder zurück ins alte Gleisbett.
Nach etwa 4km gelangt man zu den rechts liegenden Aufbereitungsanlagen der Destillerie Dailuaine und bald dahinter an die ehemalige Haltestelle der Eisenbahn. Dieser Haltepunkt ist zu einem sehr schönen Rastplatz umgebaut worden. Links neben dem Haltepunkt führt eine Strasse steil bergauf, auf der man zur Destillerie Dailuaine gelangt. Dieser kleine Abstecher lohnt sich. Hier wird vor allem Whisky für Johnnie Walker hergestellt.
Zurück auf dem Weg gelangt man nach einiger Zeit über die Bridge of Carron in das gleichnamige Örtchen. Jetzt liegt der Spey auf der linken Seite. Natürlich hat auch Carron eine Destillerie. Die Imperial Distillery wurde 1897 gegründet und liefert den Whisky für Ballentines. Sie kann nicht besichtigt werden, der Speyside Way führt direkt am Betriebsgelände vorbei wieder in waldiges Gebiet. Auf diesem Abschnitt des Weges sind sehr viele Bänke aufgestellt und man kann immer wieder den Blick auf den Fluß geniessen.
Carron Imperial Distillery
Vorbei an einigen grauen Häusern, den Imperial Cottages, geht es immer parallel zum Spey weiter. An der Brücke über den Ballintomb Burn machen wir einen Abstecher. Wir verlassen den Weg und gehen rechts hinauf, vorbei an einigen Häusern in Richtung Hauptstrasse B9102. Von hier kann man schon die Häuser von Cardow sehen. Wir freuen uns auf die Cardhu Distillery mit ihrem Besucherzentrum, werden aber schon am ersten Hinweisschild, das im typisch leuchtenden Johnny-Walker-Rot darauf hinweist – am Wochenende geschlossen – enttäuscht. Trotzdem gehen wir durch die Siedluung und machen wenigstens ein paar Fotos – von außen.
Carduh Distillery
An dieser Stelle möchte ich einmal darauf hinweisen, dass in vielen Lebensmittelgeschäften/Post Office Informationsmaterial über die Region ausliegt. Hier gibt es Faltblättchen, in der auch die Destillerien beschrieben sind. Mit Voranmeldung kann man die meisten Destillerien auch besichtigen, allerdings nur zu bestimmten Jahreszeiten. Die größeren haben ein Besucherzentrum, die Öffnungszeiten stehen dann auch dabei. Diese sind aber auch von der Jahreszeit (Saison) abhängig.
Etwas traurig machen wir uns wieder zurück auf den Speyside Way. Die nächste Destillerie, an der wir vorbeikommen ist Knockando. Wenige 100m später wandern wir in den alten Bahnhof von Tamdhu ein. Das Bahnhofsgebäude ist frisch renoviert, steht aber leer. Dahinter riecht man schon die etwas moderner aussehende Tamdhu Distillery. Der Weg zieht sich ein wenig, bis wir am Haltepunkt Blackboat ankommen. Auch dieser alte Bahnhof ist hübsch renoviert. Vor dem Bahnhof ist ein Stück frisch gemähter Rasen, wo man sein Zelt aufstellen kann. Ausser einer Wasserstelle gibt es hier aber keine Toiletten.
Der Weg führt nun wieder dicht am Ufer des Spey entlang. Nach gut 2 km erreicht man die eindrucksvolle Eisenbahnbrücke über den Fluß. Sie wurde 1863 gebaut und ist ein historisches Denkmal. Nach der Brücke läuft man in den alten Bahnhof von Ballindalloch ein. Auch hier besteht die Möglichkeit, ein Zelt aufzuschlagen, es gibt auch ein Bunkhouse. An dieser Stelle teilt sich auch der Speyside Way – man kann den Weg weiter nach Tomintoul laufen. Wir laufen aber weiter in Richtung Aviemore und kommen nach wenigen hundert Metern zu unserem Ziel : Craggenmore. Diese kleine Ortschaft hat außer der Destillerie fast nichts zu bieten. Fast – denn unsere Unterkunft – das Craggenmore Haus – hat Flair.
Erbaut im Jahre 1873 vom Gründer der Graggenmore Distillery, empfangen uns Tony und Helen Alcott. Man fühlt sich ins vorige Jahrhundert zurück versetzt, natürlich mit dem Komfort von heute. Der Ausblick aus dem Zimmer ist herrlich und man kann den Schornstein der Destillerie auch sehen. Das Haus hat seinen ganz besonderen Reiz und wir fühlen uns hier sehr wohl.
Die Leser von The Guardian und The Observer sind sich seit sechs Jahren einig: Edinburgh ist die beliebteste Stadt Großbritanniens. Das muss wohl auch daran liegen, dass in Edinburgh das Herz Schottlands „schlägt!“ Das gepflasterte Herz vor der High Kirk of St. Giles auf der Royal Mile spricht jedenfalls dafür. Aber auch im übrigen Edinburgh werden Sie sich an stattlichen und historisch wertvollen Bauten in jedem Fall kaum satt sehen können. Sie werden schnell spüren, dass das Herz Schottlands nicht nur für die Edinburgher, sondern auch für seine Besucher schlägt: Bei einem Café – oder Pubbesuch werden Sie die berühmte schottische Freundlichkeit kennen lernen – da bestellt man gerne ein zweites Tässchen Tee bzw. Gläschen Whisky und lauscht den neuesten Neuigkeiten aus einheimischer Quelle.
Tauchen Sie ein in die schottische Hauptstadt und entdecken Sie all ihre Facetten! Dazu gehören neben dem majestätischen Schloss hoch oben über der Stadt und der zum Spaziergang einladenden Royal Mile in der Old Town natürlich auch viele bunte Geschäfte, gemütliche Cafés und alteingesessene Pubs in der New Town – oder wie wäre es mit einer Runde Bergsteigen im Zentrum? Oder einem außergewöhnlichen Stadtrundgang mit Gänsehaut-Garantie?
Eines steht in jedem Fall fest: Edinburgh ist einfach unglaublich vielseitig! Kunstbegeisterte und Shoppingsüchtige kommen genauso auf ihre Kosten wie Abenteuerlustige oder Nachteulen. Und für alle Besucher gilt: Sie werden bestimmt wiederkommen! Denn auch, wenn Sie denken, Sie hätten schon alle Museen besucht oder sämtliche Festivals genossen, Edinburgh wird Sie immer und immer wieder mit spannenden Neuigkeiten überraschen.
Geheimtipp
Zum Sonnenuntergang auf den Calton Hill. Hier bietet sich das schönste Panorama von Edinburgh. Man blickt auf die Princess bzw. Waterloo Street und findet gerade dieses Bild auf unzähligen Postkarten wieder. Hier steht auch das 30m hohe Nelson Monument, das an den Sieg des Admirals über die vereinigte spanisch-franz. Flotte nahe dem Kap Trafalgar erinnert.
Edinburgh gehört zu den schönsten und besterhaltenen alten Städten in Europa – und ist eine der ältesten Residenzstädte. Der Legende nach rührt der Name von jenem angelsächsischen König Edwin, der hier im 7. Jahrhundert eine erste Burganlage errichtet hatte. Noch heute beherrscht der Burgberg mit seinen spätmittelalterlichen Festungsmauern und Türmen die Silhouette der schottischen Hauptstadt, und immer noch scheint »Mons Meg«, die mächtigste Kanone des 15. Jahrhunderts, das friedliche Treiben der Unterstadt zu bedrohen. Von der Burg aus führt der Weg über die Royal Mile zum Holyrood Palace. Ursprünglich Gästehaus eines Klosters, dann zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einem Palast umgebaut, ist der Name des Schlosses für alle Zeiten mit dem tragischen Schicksal Maria Stuarts verknüpft. Schon Fontäne spürte ein Erschauern angesichts jener engen Kammer, in welcher der italienische Vertraute der Königin, Rizzio, erdolcht worden war.
Die mittelalterliche Altstadt und die georgianische New Town, die sich zwischen den Vulkanstotzen von Castle Rock, Arthur’s Seat und Calton Hill ausbreiten, sind Zeugen einer Stadtgeschichte der Gegensätze. Die engen Höfe, die steilen, gewundenen Gassen und hoch aufragenden Häuser der Altstadt rufen die Erinnerung an das dicht besiedelte Edinburgh des Mittelalters wach, als Tausende Schornsteine ihren schwarzen Rauch ausstießen – wovon sich der alte Spitzname Auld Reekie (Old Smokey) für die Stadt ableitet. Ganz anders die New Town mit hellen, luftigen Plätzen, großzügigen Boulevards, eleganten Häuserzeilen und gepflegten Gärten für die Wohlhabenden. Trotz der Hügel lässt sich Edinburgh am besten zu Fuß erkunden. Überall bieten sich atemberaubende Blicke, und im Sommer ist die Stadt eine einzige Grünanlage, von den großen, offenen Princes Street Gardens zu den umschlossenen Gärten der New Town oder den kleinen versteckten Ecken der Altstadt. Die Architektur der Siebzigerjahre hat mit Ausnahme der Princes Street in Edinburgh kaum Einzug gehalten. Versuchen Sie am besten, sich die Gebäude ohne die hässlichen Betonkästen, die sie umschließen, vorzustellen. Die Stadt wird vom Schloss beherrscht, das hinter allen Gebäuden hervorlugt, sich vor der untergehenden Sonne abzeichnet oder über der Princes Street aufragt. In Edinburgh mit seiner Vielzahl an Cafes und Pubs in der Royal Mile, Spitzenrestaurants und einem lebendigen Nachtleben rund um Grassmarket und Cowgate ist immer was los. Im August, wenn das Edinburgh International Festival mit seiner verblüffenden Auswahl an Aufführungen und Ausstellungen Tausende von Besuchern anzieht, scheint die Stadt förmlich zu explodieren. Mit Straßentheater, Straßenmusikanten und Ständen mit Kunsthandwerk ergießt sich das Festival über die ganze Stadt.
Am Morgen nehmen wir den Bus nach Edinburgh. Er fährt an der Police Station, genau an der Hauptstrasse ab. Der Fahrpreis beträgt (bei Bezahlung im Bus) 14,50 GBP, die Fahrzeit beträgt 3,5 Stunden bis Edinburgh Bus Station St. Andrews Square.
mit dem Bus von Aviemore Police Stn Layby nach Edinburgh gibt es folgende Möglichkeiten:
Service 957 direkt nach Edinburgh St Andrew Sq
Service 997 direkt nach Edinburgh St Andrew Sq
Service 995 nach Perth, umsteigen in Service 991 bis Edinburgh St Andrew Sq oder Service 967 bis Edinburgh St Andrew Sq
Edinburgh gehört zu den schönsten und besterhaltenen alten Städten in Europa – und ist eine der ältesten Residenzstädte. Der Legende nach rührt der Name von jenem angelsächsischen König Edwin, der hier im 7. Jahrhundert eine erste Burganlage errichtet hatte. Noch heute beherrscht der Burgberg mit seinen spätmittelalterlichen Festungsmauern und Türmen die Silhouette der schottischen Hauptstadt, und immer noch scheint »Mons Meg«, die mächtigste Kanone des 15. Jahrhunderts, das friedliche Treiben der Unterstadt zu bedrohen..
Hier endet unsere erste Schottland-Reise und wir fliegen morgen nach Köln/Bonn zurück.
Schottland: Whisky Trail. Speyside Way von Hartmut Engel Von Destille zu Destille – Auf neun Etappen von etwa 5 bis 10 km Länge führt der Autor Hartmut Engel den Reiselustigen durch die berühmteste Whiskyregion Schottlands, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Ruinen, grandiose Ausblicke und eine fast unberührte Natur erschließen sich auch ungeübteren Wanderern.
The Speyside Way The Speyside Way von Jacquetta Megarry, Jim Strachan Rucksack Readers (März 2002) Spiralbuch (english)
HARVEY Speyside Way 144km (90 miles) from Aviemore to Buckie, via Nethybridge, Grantown and Fochabers, with a spur to Tomintoul. Shows the entire route on one sheet. 1:40 000
sehr empfehlenswert, da viele Angaben z.B. auch über Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten usw.