Nach einem guten Frühstück machen wir uns auf den Weg. Hier brauchen wir uns keine Gedanken übers Wetter zu machen – die Sonne scheint immer. Aber wir haben normale Temperaturen (20..25°C). 10km westlich von Quorn liegt der Dutchmans Stern Conservation Park. Auf dem Weg dorthin fahren wir einen kurzen Trail und beim Fotostop sehen wir unser erstes Känguru in freier Wildbahn. Es steht ganz nah bei uns und schaut uns neugierig an. Keine Angst und können wir in Ruhe fotografieren. Wir parken das Auto auf dem offiziellen Parkplatz und entscheiden uns, einen Rundweg zu laufen.

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Alles ist perfekt ausgeschildert. Das ist auch wichtig, um sich Wasser und seine Kräfte einzuteilen. Dies haben wir übrigens in ganz Australien beobachtet. Es gibt immer und überall Schilder, die auf Gefahren und Verbote hinweisen. Wer sich nicht daran hält ist wirklich selber schuld.

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Es ist noch nicht Mittag, aber die Sonne ist erbarmungslos – wie die Bushflies. Es ist wirklich viel angenehmer, wenn man die Moskitohüte trägt. Wir laufen durch üppige, blaue Blütenfelder – in Deutschland kennen wir diese Pflanzen als Bienenfutter Büschelschön. Das Ursprungsland ist Kalifornien und Mexiko – daher auch der Name Phacelia Californian Bluebell. Entsprechend ihres Ursprungs gedeiht Phacelia auf mageren Böden und übersteht Trockenperioden ohne Probleme.
Und wir nehmen den Rat zu Herzen und treten fest und laut auf dem Boden auf. Schlangen nehmen unseren Trittschall mit ihrem Körper auf und verziehen sich dann – und es funktioniert. Mindestens einer Schlange sind wir so aus dem Weg gegangen…

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Zurück am Auto nehmen wir den Weg in Richtung Flinders Ranges – unser Ziel. Die Strassen sind sehr gerade und manchmal auch sehr eintönig … So halten wir an fast an jedem Schild, was eine kleine Sehenswürdigkeit verspricht. Der nächste größere Stop ist dann Kanyaka Homestead Historic Site.

Hier oben ist es sehr windig und wir müssen unsere Hüte festhalten, damit sie nicht wegfliegen. Aber ohne wollen wir nicht gehen – die Bushflies sind absolut resistent gegen Wind. Kanyaka war einaml eine kleine Siedlung von Schafzüchtern. Hier kann man nachempfinden, wie schwer es damals war, unter einfachsten Bedingungen im Outback zu überleben – und zu produzieren (um zu überleben).

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Es gibt einen ausgeschilderten Rundweg (ca. 1 Stunde) vom Friedhof bis zum Wasserloch, den wir laufen. Ein paar Schafe sammeln sich um den kleinen Fluß, wir finden bizarre Felsformationen und können unzählige Kakadus in den Bäumen beobachten. Nach einem Picknick im Schatten eines großen Baumes machen wir uns wieder auf den Weg in die Flinders Ranges.

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Am Resort fahren wir erst einmal vorbei – wir wollen die sogenannte “Chinese Wall” sehen – auch hier hört die asphaltierte Strasse auf und es geht über staubige Piste hoch zum Aussichtspunkt. Man kann heranfahrende Autos schon weit an ihrer Staubwolke erkennen. Der trockene, rote Staub setzt sich überall auf die Haut und wir freuen uns schon auf eine Dusche im Resort.

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Auf dem Rückweg sehen wir ganz viele Emus, die verdammt gut getarnt am Strassenrand stehen. Die Sonne senkt sich und kurz vor Sonnenuntergang melden wir uns an der Rezeption im Resort an. Jetzt wissen wir schon (powered site) – dann können wir wenigstens die Handys aufladen und der Kühlschrank muss nicht über die Autobatterie laufen. Nach einem kurzen Erkundungsgang gehen wir duschen, machen Abendbrot und geniessen den Abendhimmel. Nach Sonnenuntergang verschwinden zum Glück auch die Bushflies. Der zunehmende Mond scheint hell und ein paar harmlose Wolken ziehen durch.

Wilpena Pound Resort
1 Wilpena Rd, Hawker SA 5434, Australia
http://www.wilpenapound.com.au

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